Wurzeltanz

Dancing with roots, writing through change

Zwischen Wurzeln und Wandel schreibe ich über das, was in mir und um mich lebt.
Japanerin, seit einigen Jahren in Deutschland.

Es sind Herbstferien!

Die Sonne scheint, die Koffer stehen bereit und in meinem Kopf läuft schon die Urlaubsmusik.


Dieses Jahr wollte ich mit meiner Tochter, meiner Freundin und ihrer Tochter nach Großbritannien fliegen, ein kleines Abenteuer für uns vier.
Einfach mal raus, dachte ich.

Aber wie immer in Deutschland: Einfach ist relativ.

Wenn ich die Kinder allein außerhalb des Landes mitnehme, verlangt das System trotzdem eine Einverständniserklärung meines Mannes.
Ich kenne das Formular seit Jahren und könnte es im Schlaf ausfüllen und doch erwische ich mich jedes Mal dabei, wie ich von den Anforderungen leicht in Panik gerate.

Namen hier, Unterschrift dort, Kopie des Ausweises nicht vergessen und dann noch die Frage: „Reicht das so oder wollen sie noch eine Apostille?“
Manchmal fühlt es sich an, als würde ich einen Bürokratie-Tanz aufführen, nur um ein paar Tage Urlaub zu haben.

Als mein Mann schließlich das Formular unterschrieben und alles fertig war, dachte ich:

„So, jetzt habe ich alle Papiere Reisepässe, Tickets, Versicherungen und das wichtigste Dokument von allen: die Zustimmung meines Mannes.“


Natürlich, typisch deutsch: Niemand am Flughafen wollte das Papier sehen🤣


Aber ich hatte es dabei, und das gab mir ein beruhigendes Gefühl, wie ein magischer Talisman gegen Bürokratie.

Fazit: Reisen mit Kindern ist wunderbar, aber in einem internationalen Haushalt braucht man manchmal mehr Druckerpatronen als Sonnencreme.


Und das nächste Mal? Vielleicht bleibe ich einfach im Schengen-Raum.

Da reicht wenigstens ein Lächeln und der Kinderausweis.

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